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Perspektiven für Herzberg

Perspektiven für Herzberg

Arbeitsorientiertes Aktionsprogramm

PROJEKTINHALT

Ausgangspunkt für das Projekt war der umstrittene Schließungsbeschluss für den Standort Herzberg durch GROHE. Auch wenn das GROHE-Management derzeit um positive Darstellung in der Presse bemüht ist: Tatsache ist, dass 300 Arbeitsplätze damals direkt vernichtet wurden; die Folgewirkungen für die Region, den Einzelhandel, betroffene Familien, aber auch die Kommune sind fatal.

Trotz bzw. wegen dieser schwierigen Situation nahm das Aktionsprogramm “Perspektiven für Herzberg” die Herausforderung an, sich um neue Beschäftigungsperspektiven für die Menschen in der Region zu bemühen. Im Zentrum der Projektarbeit steht auch 2008 als übergreifende Aufgabe, das kontinuierliche und koordinierte Zusammenwirken mit den Betriebsräten, regionalen Akteuren und Landeseinrichtungen zu begleiten und zu fördern.

Es ist gelungen, mit gezielten Aktivitäten die Entwicklungen im Bereich der gewerblichen Nutzung der Immobilie, im Bereich der Ansiedlungen und der Investorengewinnung sowie der Erschließung von Arbeitsplätzen in Unternehmen der Region zu unterstützen.

Laufende Aktivitäten / Ergebnisse

Inzwischen sind rd. 95 % der Gesamtfläche der GROHE-Immobilie vermietet oder verkauft: Auf dem “Gewerbepark Armaturenwerk Herzberg” ist neues Leben eingezogen, im September wird man sich erstmals wieder bei der Herzberger Gewerbemesse präsentieren.

Rund 70 Kolleginnen und Kollegen sind inzwischen beschäftigt und man ist stolz darauf, dass in den 5 neu angesiedelten kleineren Unternehmen unbefristete Arbeitsverträge die Regel sind. Die Arbeitsgruppe erhofft sich weiteren Beschäftigungsaufbau.

15 ehemalige Beschäftigte, vor allem Frauen, nehmen zur Zeit an einer Ausbildung zum CNC-Bediener teil und verbessern damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Der ehemalige Betriebsrat und die IG Metall sind sowohl Akteure und Impulsgeber für die Schaffung existenzsichernder Arbeitsplätze als auch Ansprechpartner für Mitglieder, Beschäftigte und Arbeitslose vor Ort.

Am 7. September 2008 findet die traditionelle Gewerbegebietsmesse in Herzberg statt. Zahlreiche Gewerbetreibende, produzierende Unternehmen und die Stadt laden ein, werben für die Stadt, die Region und ihre Produkte, geben Gelegenheit zur Besichtigung und knüpfen neue Kontakte. Es sollen die erreichten wichtigen Aufbaufortschritte vorgestellt und der Gewerbepark Armaturenwerk Herzberg mit seinen Unternehmen als Standort mit Aufbaupotenzialen präsentiert werden.

Um die geleistete Arbeit, den hoffnungsvollen Aufbau, aber auch die Probleme und Hemmnisse sowie die Potenziale und Perspektiven für die Fortentwicklung des Gewerbeparks mit ausgewählten Expertinnen und Experten zu reflektieren, lädt die “Arbeitsgruppe Perspektiven für Herzberg“ am 07.09.2008 in der Zeit von 14.00 bis 15.00 Uhr zu einem öffentlichen “Standortgespräch” mit Wirtschaftsminister Junghanns ein.


Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie und Ministerium für Wirtschaft sowie der Stadt Herzberg.

PARTNER

Entwicklungsgesellschaft Energiepark Lausitz

FÖRDERUNG

KONTAKT

Volker Raenke, Alrun Fischer
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von September 2005 bis November 2008

PARTNER

  • Entwicklungsgesellschaft Energiepark Lausitz mbH – EEpl
  • Betriebsrat und Belegschaft GROHE Herzberg
  • IG Metall

DOWNLOAD

Eine kleine Auswahl der Erfahrungen, in der vor allem Mitglieder der Arbeitsgruppe „Perspektiven für Herzberg“ zu Wort kommen, ist jetzt in Form einer Broschüre veröffentlicht, die hier heruntergeladen werden kann.

Technologietransfer – CASA

Technologietransfer - CASA

Netzwerkmanagement: „Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung zur Stärkung des Technologietransfers in der Stahl- und Metallindustrie“

PROJEKTINHALT

Ein organisatorischer Schwerpunkt – auch eine organisatorische Innovation – der Netzwerkarbeit in Eisenhüttenstadt war der Aufbau der Casa, eines zunächst virtuellen Hauses für Forschung und Entwicklung, um damit im Branchenkompetenzfeld Stahl- und Metallverarbeitung vor allem

  • in den Unternehmen die personalpolitischen Voraussetzungen für Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit durch mehr FuE-Personal und Weiterbildung zu schaffen,
  • die Abwanderung der Studenten zu verhindern, indem ihnen Perspektiven in der heimischen Wirtschaft aufgezeigt werden,
  • die Erschließung neuer Märkte durch Aufbau interkultureller Kompetenz zu unterstützen und
  • die Erschließung neuer Produkte und Verfahren projektorientiert gezielt zu unterstützen.

Eisenhüttenstadt ist kein Hochschulstandort, aber mit der Bildung einer Casa wird FuE gezielt in die Region, in die Betriebe geholt mit gemeinsamer Projektarbeit, Gastvorlesungen, Sommerschulen u.a.m.

Die Potenziale der Hochschulen, Fachhochschulen, Fraunhofer-Institute u. a. werden in dieser verbindlicheren Kooperationsform einer Casa besser genutzt, weil projektbezogener und nachfrageorientierter (auf Basis einer IMU-Analyse des Bedarfs der Unternehmen und eines daraus abgeleiteten Innovationsprogramms für das regionale Branchenkompetenzfeld). Insgesamt sind 7 (Fach)Hochschulen und FuE-Einrichtungen projektorientiert einbezogen.

Das Modell Casa zeigt nicht nur, wie man den Technologietransfer effizienter und bedarfsgerechter gestalten kann, sondern auch, wie gezielter z.B. mit Praktikanten- und Diplomantenplätzen (63 vermittelt) und mit Gastvorlesungen für Unternehmen und mit Studenten (5 Gastvorlesungen in 2005/2006 mit insgesamt 138 Teilnehmern) zumindest Anreize für eine betriebliche Personalplanung zum frühzeitigeren Einsatz neuen FuE-Personals gegeben werden – und wie mit diesen Maßnahmen gezielt Studenten an die Betriebe herangeführt werden. Die Casa wird als best-practice bewertet.

Ein Erfolg ist die Bildung einer Hochschulpräsenzstelle von PantaRhei, dem renommierten Forschungszentrum für Leichtbauwerkstoffe der BTU Cottbus, in Eisenhüttenstadt. Mit PantaRhei, das Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Produktion und Verarbeitung innovativer Leichtbauwerkstoffe betreibt, können neue Impulse in die Produkt- und Verfahrensgestaltung der ortsansässigen Unternehmen gegeben werden.

Von besonderer strategischer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftsfähigkeit der Region ist der Ausbau der Netzwerkstrukturen zwischen dem Bildungs- bzw. Forschungsbereich des Landes Brandenburg und den Betrieben der Region. So entstand, auf dem Haus für Forschung und Entwicklung aufbauend, das Casa – Netzwerk  der Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung.

Die Maßnahmen des Casa Netzwerks sollen Schüler und den akademischen Nachwuchs für einen Berufsstart bei Unternehmen des Branchenkompetenzfeldes Stahl- und Metallverarbeitung interessieren. Diese Zukunftsfähigkeit steht im Mittelpunkt der Zusammenarbeit von regionalen und überregionalen Partnern. Die Casa unterstützt zudem Aktivitäten zur verstärkten Kooperation der traditionellen Metallindustrie in Eisenhüttenstadt mit der expansiven Solarindustrie in Frankfurt (Oder) sowie den Erfahrungstransfer des Casa Modells auf anderen Standorte des Branchenkompetenzfeldes mit geringen Wissensbesatz.

Die Casa wurde gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg sowie von der EKO-Stiftung Bildung Ostbrandenburg unterstützt.

PARTNER

FÖRDERUNG

KONTAKT

Anke Prahtel (PantaRhei)
Bärbel Rademacher (PantaRhei)
Prof. Dr. Bernd Viehweger (PantaRhei)
Dr. Gerhard Richter (IMU)
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von März 2008 bis Februar 2011

PARTNER

  • PantaRhei – Interdisziplinäres Forschungsinstitut für Leichtbauwerkstoffe
  • Kompetenznetzwerk Metallverarbeitung und Umwelttechnik e.V. (KoMU)
  • Ingenieurbüro Dr. Trimbuch

Branchenanalyse Solarindustrie Ostdeutschland

Branchenanalyse Solarindustrie Ostdeutschland

Solarindustrie als neues Feld industrieller Qualitätsproduktion – das Beispiel Photovoltaik 

PROJEKTINHALT

Solartechnologien sind Schlüsseltechnologien einer zukünftigen Energiebereitstellung.

In Ostdeutschland und insbesondere in der Metropolregion Berlin-Brandenburg mit ihren FuE-Einrichtungen ist das derzeit wachstumsstärkste Potenzial für Cluster von Produzenten, Zulieferern und Dienstleistungen der Solarindustrie in Europa im Entstehen. Die Unternehmen beschreiten unterschiedliche technische Entwicklungspfade und verfügen über unterschiedliche Fertigungstiefen. In der Solarindustrie gibt es bisher keine tarifvertraglichen Orientierungen. Die Arbeitswelt in den Unternehmen ist häufig geprägt von 12-stündiger Schichtarbeit und einer im Branchenvergleich mit der Elektroindustrie teilweise geringen Entlohnung.

Das Ziel des Projekts ist es, Informationen über die aktuellen Unternehmens- und Branchenentwicklungen in der ostdeutschen Solarindustrie bereitzustellen, um die Entwicklung des neuen Wirtschaftsegments mit seinen Zukunftstechnologien in Ostdeutschland zu unterstützen. Dabei gilt es, die Herausbildung und Sicherung industrieller Qualitätsproduktion dieser Zukunftsindustrie hin zu einem Cluster zu verstärken und die Arbeitsorganisation und die Arbeitsbedingungen menschengerecht zu gestalten (“Gute Arbeit”). In dem neuen Industriezweig bestehen vielfältige Gestaltungsanforderungen und ebenso neue Herausforderungen rund um die Arbeits- und Leistungsbedingungen, den Beschäftigungsaufbau und die zukünftige Personalentwicklung. Nicht zuletzt geht es auch um industrie- und strukturpolitische Perspektiven dauerhafter Anpassungsfähigkeit der ostdeutschen Standorte, Regionen und Fachkräfte an technologische und globale Entwicklungstrends und die Voraussetzungen von Innovations- und Anschlussfähigkeit der Unternehmen in diesem Kontext.

AUFTRAGGEBER

KONTAKT

Ursula Richter, Gregor Holst, Walter Krippendorf
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von Oktober 2007 bis März 2008

AUFTRAGGEBER

Otto-Brenner-Stiftung

DOWNLOAD

Die publizierte Studie können Sie als “Arbeitsheft 56” auf den Internetseiten der Otto-Brenner-Stiftung herunterladen.

Als Presseecho auf die Ergebnisse der Studie können Sie hier einen Artikel aus der Zeitschrift “photovoltaik” Nr. 09/2008 herunterladen.

Branchentransferstelle Stahl Metall Elektro

Branchentransferstelle Stahl Metall Elektro

Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aus den Unternehmensbedarfen heraus

PROJEKTINHALT

In der Zusammenarbeit der Unternehmen, insbesondere der KMU, mit der Wissenschaft an Hochschulen und in der hochschulfreien Forschung zeichnen sich Kooperationshemmnisse ab. Mit der Branchentransferstelle (BTS) Stahl Metall Elektro  sollen diese Hemmnisse gezielt abgebaut werden, in dem man vom Innovationsprozess im Unternehmen oder in Verbundprojekten von Unternehmen ausgeht, den Unterstützungsbedarf daraus bestimmt und einen fachlichen und zeitlich adäquaten Technologietransfer durch die und mit der Wissenschaft organisiert.

Diesem festgestellten Bedarf an einem stärker nachfrageorientierten Technologietransfer entspricht das Landesinnovationskonzept mit dem Instrument einer BTS Stahl Metall Elektro, die in Kooperation mit den Branchennetzwerken tätig ist. Die BTS stärkt und unterstützt in diesem Sinne die Bedürfnisse der Unternehmen der Stahl-, Metall- und Elektroindustrie Brandenburgs.

Berlin-Brandenburg gehört europaweit zu den Regionen mit der höchsten Dichte an Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Universitäten, (Fach-) Hochschulen und außeruniversitären Instituten. Für die Brandenburger Stahl-, Metall- und Elektroindustrie steht damit eine leistungsstarke, innovative Wissenschaftslandschaft mit hoher Problemlösekompetenz zur Verfügung.

Die Branchentransferstelle (BTS) Stahl Metall Elektro  arbeitet an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Unser Ziel ist es, Brandenburger Unternehmen der Branche Zugang zu den Wissenschaftskompetenzen zu erleichtern, die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren zu fördern und sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu unterstützen. Entsprechend der spezifischen Unternehmensbedarfe fördern wir aktiv den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

Das Dienstleistungsangebot der Branchentransferstelle Stahl Metall Elektro umfasst

  • Ermittlung und Konkretisierung des Forschungs- und Entwicklungsbedarfs im Unternehmen
  • Informationsgespräche mit Wissenschaftlern
  • Suche nach geeigneten Kooperationspartnern für Forschungs- und Entwicklungsprojekte
  • bedarfsgerechte Vermittlung kompetenter Experten und Kontakten zur Wissenschaft
  • Initiierung von FuE-Projekten zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen
  • Information zu Fördermitteln und Finanzierungsinstrumenten
  • Vermittlung von Praktikanten, Diplomanden und Hochschulabsolventen in Unternehmen
  • Workshops und Veranstaltungen zu innovativen technologischen Trends
  • Öffentlichkeitsarbeit  für FuE-Projekte sowie Teilnahme an Fachmessen
  • Vermittlung von Innovationsgutscheinen zur Finanzierung von Transfer- und
    Beratungsleistungen

Die Sozialpartner fungieren als wichtige Multiplikatoren der Anliegen der Branchentransferstelle.

Weiterhin ist die BTS Stahl Metall Elektro Partner in “iq brandenburg”, dem Netzwerk aller Technologietransferstellen des Landes Brandenburg. Damit werden kurze Wege und eine schnelle Vermittlung von Transferleistungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ermöglicht.

In Kooperation mit

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg

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KONTAKT

Gregor Holst
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: gregor.holst@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von März 2008 bis September 2012

AUFTRAGGEBER

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg.

PROJEKTWEBSITE

www.bts-sme.de
(inaktiv)

Branchenanalyse Textilindustrie

Branchenanalyse Textilindustrie

Untersuchungen zur Situation und Entwicklung der Branche in Deutschland.

PROJEKTINHALT

Die Textilindustrie gehört zu jenen Branchen, in denen die Internationalisierung der Produktion und die Globalisierung der Märkte weit fortgeschritten sind. Sie prägen die Wettbewerbsbedingungen der Unternehmen und beeinflussen Handlungsbedingungen der Mitbestimmungsträger.

Trotz leicht rückläufiger wirtschaftlicher Kennzahlen der Textilindustrie in der Bundesrepublik Deutschland gibt es mit der Teilbranche „Technische Textilien“ ein Segment, das wirtschaftlich und arbeitsplatzbezogen wächst und sich im Strukturwandel der Textilindustrie als high-tech-Segment profilieren wird. Es ist auch als Zulieferer von Schlüsselindustrien wie dem Automobilbau oder der Medizintechnik von industriepolitischer Bedeutung.

In innovationsgetriebenen Branchen wie der Textilindustrie ist aus arbeitsorientierter Sicht von Interesse, wie sich die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten entwickeln. Das Verhältnis von Innovation und Guter Arbeit kennzeichnet ein Spannungsfeld, das in dieser Studie thematisiert wird.

Die Branchenanalyse zeigt auf Grundlage der Untersuchung der Struktur, der wirtschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung wichtiger Determinanten der Arbeit auf, welche Herausforderungen auf die Branche zukommen und leitet daraus Gestaltungsmöglichkeiten und Handlungsbedarfe für die Akteure der Textilindustrie ab. Sie thematisiert die Gestaltungsfelder Restrukturierung, Innovation, Fachkräfteentwicklung, Vernetzung und Arbeitspolitik.

AUFTRAGGEBER

KONTAKT

Walter Krippendorf, Gregor Holst, Ursula Richter
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von November 2008 bis Januar 2009

AUFTRAGGEBER

Hans-Böckler-Stiftung

Branchenanalyse Elektroindustrie Ostdeutschland

Branchenanalyse Elektroindustrie Ostdeutschland

Entwicklung 1995 – 2006 und Ansatzpunkte einer arbeitsorientierten Branchenstrategie

PROJEKTINHALT

Die Elektroindustrie in Deutschland ist nach der Automobilindustrie und dem Maschinenbau die drittgrößte Branche des Verarbeitenden Gewerbes. Ihre industrielle Bedeutung in Ostdeutschland wird dadurch deutlich, dass ihr rund 14  % der Betriebe und 15 % der Beschäftigten zugerechnet werden, dass in ihr 13 % des Umsatzes und 18 % der Bruttolohn- und -gehaltssumme des Verarbeitenden Gewerbes erwirtschaftet werden. Ihre strategische Bedeutung besteht darin, dass sie entscheidende wissenschaftlich-technische Grundlagen für die Weiterentwickelung der Bundesrepublik Deutschland in Richtung „Wissensgesellschaft“ bereitstellt, selbst eine wissensintensive High-Tech-Branche ist und mit ihren Teilbranchen grundlegende Technologien und Verfahren zur Bewältigung der Herausforderungen des sozial-ökologischen Umbaus des Industriesystems zur Verfügung stellt.

Die Elektroindustrie ist in Teilsegmente mit sehr unterschiedlichen Technologien, Unternehmensstrukturen und Märkten untergliedert. Sie werden in dieser Branchenanalyse abgebildet. Besonderes Augenmerk wird auf die Identifizierung ostdeutscher Besonderheiten in der Entwicklung der Branche gelegt. Damit sollen Grundlagen für die Diskussion von Strategien zur Sicherung und Profilierung von Standorten und Arbeitsplätzen bereitgestellt werden.

Untersucht wird die Entwicklung der Elektroindustrie auf den Ebenen „Ostdeutschland“ und „ostdeutsche Bundesländer“. Es werden die Konzentration, die funktionale Spezialisierung und die besonderen Entwicklungslinien der Branche in Ostdeutschland herausgearbeitet.

Die Elektroindustrie als besonders innovationsstarke Industriebranche ist in vielen Produktlinien bzw. Teilbranchen Weltmarktführer oder spielt eine hervorgehobene Rolle auf dem Weltmarkt. In Bezug auf die ostdeutsche Elektroindustrie gehören dazu insbesondere die Produktlinien / Teilbranchen Automatisierungstechnik, Automobilelektronik, Energietechnik, Medizintechnik, Verkehrstelematik, Mikroelektronik sowie die Mikrosystem- und die Nanotechnologien als Querschnittstechnologien. Die ostdeutsche Elektroindustrie und viele ihrer Teilbranchen sind international aufgestellt und agieren in den Wachstumsmärkten des Weltmarktes. Dies betrifft die Orientierung auf Käufermärkte, aber in Teilbranchen auch eine internationalisierte Beschaffungsstrategie, die eine Verflechtung, z. T. eine Abhängigkeit von Entwicklungen des Weltmarktes nach sich zieht.

Für die Entwicklungsperspektiven der Unternehmen der ostdeutschen Elektroindustrie ist neben ihrer Weltmarktorientierung die Weiterentwicklung des Binnenmarktes von Bedeutung. Dies beruht darauf, dass der Binnenmarkt als Volumenmarkt für die Umsatzentwicklung relevant und zudem als Referenzmarkt für exportfähige Produkte, Anlagen und Technologien von strategischer Bedeutung ist.

Die Zahl der Beschäftigten in der Elektroindustrie Ostdeutschlands betrug im Jahr 2006 mehr als 111.000, sie wuchs zwischen 1995 und 2004 um fast 24 %. Im gleichen Zeitraum schrumpfte die Beschäftigung in der westdeutschen Elektroindustrie um 13,8 %. Der Anteil Ostdeutschlands an der gesamtdeutschen Elektroindustrie erhöhte sich damit zwischen 1995 und 2004 von 7,6 % auf 10,5 %. Die interne Tertiärisierung der Arbeit und der Beschäftigungsstruktur ist in der Elektroindustrie vergleichsweise weit fortgeschritten. Dies betrifft auch ostdeutsche Standorte, die als “Verlängerte Werkbänke” einen hohen Anteil an Fertigungstätigkeiten aufweisen.

Nach wie vor sind teilbranchenabhängig erhebliche Unterschiede bei den Einkommen und den Arbeitszeiten in der Elektroindustrie zwischen Ost- und Westdeutschland festzustellen, die sich seit 1999 nicht angenähert haben.

Zur weiteren Gestaltung der Branchenentwicklung diskutiert die Branchenanalyse Gestaltungskorridore und Handlungsvorschläge in den Feldern „Innovation“, „Clusterentwicklung“, „Bildung und Qualifizierung“ sowie zur „Standort- und Arbeitsplatzsicherung“ und zum Thema „Gute Arbeit statt prekärer Beschäftigung“.

AUFTRAGGEBER

KONTAKT

Jörg Hennersdorf, Gregor Holst, Walter Krippendorf
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von November 2007 bis Februar 2009

AUFTRAGGEBER

Otto-Brenner-Stiftung

DOWNLOAD

Die publizierte Kurzfassung der Branchenanalyse Elektroindustrie Ostdeutschland können Sie als “Arbeitsheft 58” von den Internetseiten der Otto-Brenner-Stiftung herunterladen.

Die Langfassung der Studie, können Sie hier von unserer Internetseite herunterladen.

Strategische Allianz

Strategische Allianz

Projekt: Zusammenschluss von Branchennetzwerken zur Erschließung von Innovations- und Wachstumspotenzialen

PROJEKTINHALT

Im Finden und Nutzen von Synergien zwischen den Schlüsselbranchen der Hauptstadtregion liegt ein großes, noch unausgeschöpftes Kreativitäts-, Innovations- und Wachstumspotenzial.

Zur Erschließung dieses Potenzials von Zukunftsfähigkeit haben sich die Vertreter von schlagkräftigen, industriellen Netzwerken zusammengeschlossen in der Verbindung der „Basisbranchen“ Metall und Kunststoff, der „Anwenderbranchen“ Automobilindustrie und Luftfahrttechnik sowie der „Querschnittsbranchen“ Logistik und Elektrotechnik – Mechatronik.

Im Verbund repräsentieren die gegenwärtigen Partner rund 470 Unternehmen.

Als Kooperationsfelder definieren die Partner die Synergiefindung in Technologiefeldern der Strategischen Allianz, die Erschließung von Zukunftstechnologien und die Positionierung als  Problemlöser „aus einer Hand“ durch die Erarbeitung eines koordinierten Angebots der Unternehmen. Dazu werden eine Marketingstrategie entwickelt, bereits aufgebaute Kontakte und Organisationsformen gemeinsam genutzt sowie die Kunden-Lieferanten-Beziehungen zwischen den Netzwerkunternehmen gestärkt und ausgeweitet. Bei branchenübergreifenden Herausforderungen wie der Fachkräftesicherung spielt der netzwerkübergreifende Erfahrungsaustausch eine wichtige Rolle.

Mehr Informationen zur Strategischen Allianz finden Sie auch im Internetangebot des Netzwerks profil.metall unter www.profil-metall.de.

KONTAKT

Dr. Gerhard Richter
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von 2008 bis 2012

PARTNER

  • aBB automotive BerlinBrandenburg
  • BBAA Berlin-Brandenburg Aerospace Alliance
  • GEOkomm – Kompetenznetz Geoinformationswirtschaft
  • Kunststoff / Chemie
  • Logistiknetz Berlin-Brandenburg
  • M+E-Netzwerk der Metall- und Elektroindustrie in der Hauptstadtregion
  • profil.metall – Netzwerk Stahl- und Metallverarbeitung Brandenburg und Berlin

optic alliance brandenburg berlin (oabb)

optic alliance brandenburg berlin (oabb)

Profilierung der Hauptstadtregion zu einem national und international anerkannten Technologiestandort der Klassischen Optik / Augenoptik.

PROJEKTINHALT

Mit dem GA-Netzwerk soll die Klassische Optik / Augenoptik der Hauptstadtregion zu einem national und international bekannten Technologiestandort der Optik weiterentwickelt werden. Inhaltliche Schwerpunkte der Netzwerkarbeit sind Innovation und Kompetenzentwicklung, Markterschließung sowie die Profilierung von Branche und Standort.

Weitere Informationen über die derzeitige Projektarbeit sind im aktuellen Halbjahresbericht – beraten, diskutiert und bestätigt durch die GbR am 26.06.2008 in Potsdam – nachzulesen. Der Zwischenbericht steht hier zum Download bereit.

 

News:

  • Teilnahme von oabb an der Messe Moskau vom 01. bis 04.  September 2008
  • Netzwerk bereitet deutlich erweiterten Stand zur bedeutendsten Messe der Optik in Deutschland, Opti München – Januar 2009, vor
  • Besuch der Messen Minsk / Weißrußland Anfang Oktober 2008 und „Silmo“ Paris / Frankreich Anfang November 2008
  • Vorbereitung Symposium für den baltischen und russischen Markt vom 21. bis 23.11.2008 in Riga / Lettland

 

Organigramm:

Von 2007 bis 2013 als GRW bzw. GA Netzwerk aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg gefördert.

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KONTAKT

Volker Raenke, Joachim Mertens, Peter Poschmann
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von Oktober 2007 bis Oktober 2013

PARTNER

In Kooperation mit:
ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg (administratives Netzwerkmanagement)

GbR-Partner sind:

  • Acri.Tec AG Hennigsdorf,
  • OPTOTEC Optischer Gerätebau GmbH Rathenow,
  • Poschmann Design GmbH Rathenow,
  • IMU-Institut Berlin GmbH,
  • ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH

PROJEKTWEBSITE

Weitere Informationen zur optic alliance brandenburg berlin finden Sie auch auf der Projektwebsite www.oabb.de.

Hydro mobile

Hydro mobile – NEMO Netzwerk Brennstoffzellenapplikationen in Kleinmobilen

Antriebe und Bordstromaggregate für Kleinmobile, Boote und schwimmende Häuser

PROJEKTINHALT

Zukunftsfähige Formen von Mobilität und Freizeit sind ein aktuelles Thema. Dabei geht es um

  • Reduktion von Emissionen und Begrenztheit fossiler Energien
  • Effiziente Fahrzeuge mit innovativen Antriebssystemen und Marktakzeptanz
  • Unaufwändige Infrastrukturen anwenderfreundlich und sicher

Die Partner von Hydro mobile befassen sich in ihren Projekten auf der Basis von Wasserstoff-Brennstoffzellen mit

  • Elektrischen Antriebssystemen für Kleinmobile
  • Bordstromaggregaten für Boote und schwimmende Häuser
  • Betankungssystemen
  • Leichtbausystemen zur Unterstützung der Ressourcenbilanz

Nicht die Brennstoffzelle selbst, sondern Anforderungen aus ihren Einsatz in den Hydro mobile – Projekten sind Gegenstand. Bis 2010 sollen marktnahe Produkte in den beteiligten Tourismusunternehmen auf ihre Alltagstauglichkeit erprobt und ihre Umweltwirkungen geprüft werden.

Elektrische Antriebe und Bordstromsysteme auf Wasserstoff-Brennstoffzellen-Basis haben viele Vorteile:

  • Weitgehend emissionsfreier lokaler Betrieb
  • Vielfältige Möglichkeiten, erneuerbare Energien einzusetzen
  • Hohe Nutzerakzeptanz in einem sensiblen Mobilitätsspektrum von Naturparks über Freizeiteinrichtungen, Kur- und Erholungsgebieten bis in vielfältigste andere Einsatzgebiete mit dem Anspruch der Emissionsminderung und Ressourcenschonung.

News:

  • 6. bis 8. November Poster auf dem 15. Stralsunder Symposium „Nutzung regenerativer Energiequellen und Wasserstofftechnik“. www.komplexlabor.de
  • GsF-Pedelec-Testflotte gestartet.
  • Antrag auf Fortführung in den nächsten 24 Monaten bestätigt

Am 08.07.2008 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Fortführung des NEMO-Projektes „Brennstoffzellenapplikationen in Kleinmobilen“ im Zeitraum von Juli 2008 bis Juni 2010 bewilligt und den Förderbescheid ausgereicht.

Die Unternehmen und Partner des Netzwerkes setzen einvernehmlich und einstimmig ihren erfolgreichen Weg des 1. NEMO-Jahres fort. Die sich im stetigen Zusammenwirken von Technologie- und Anwendeungspartnern und im Prozess der Netzwerkstrukturierung herausgebildeten Hauptsäulen “Multifunktionales H2-Trike”, “Kartuschenbefüllungssystem”, “Bordversorgung als H2-Nachrüstsystem” sowie angrenzende und ergänzende Themenstellungen werden in den Arbeitsgruppen bearbeitet und unter Nutzung technologieorientierter Förderinstrumentarien zur Umsetzung geführt.

FÖRDERUNG

KONTAKT

Ursula Richter, Lutz Reichelt, Volker Raenke
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von Juli 2007 bis Juni 2010

PARTNER

  • Eigenbetrieb Kaiserbäder Insel Usedom (Bansin)
  • FAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG (Heidenau)
  • fiedler-mobil GmbH (Hohndorf)
  • Fraunhofer Gesellschaft – Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (Dresden)
  • GsF Gesellschaft für sinnvolles Fahren mbH (Chemnitz)
  • IBA Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land GmbH (Großräschen)
  • KUHNLE-TOURS GmbH (Hafendorf Müritz)
  • Land Fleesensee Tourismus Marketing GmbH (Göhren-Lebbin)
  • Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (Dresden/Ottobrunn)
  • Panta Rhei gGmbH – Interdisziplinäres Forschungszentrum für Leichtbauwerkstoffe (Cottbus)
  • SachsenSolar (Dresden)
  • TMV Anlagenbau GmbH (Dresden)
  • Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  • Unterberg electronic GmbH (Chemnitz)

DOWNLOAD

Den Hydro mobile – Flyer können Sie auch hier herunterladen.

PROJEKTWEBSITE

www.h2-mobile.de (inaktiv)

Innovation und Mitbestimmung

Innovation und Mitbestimmung

Die aktive Rolle der Mitbestimmungsinstitutionen im betrieblichen Innovationsprozess

PROJEKTINHALT

Nähere Informationen zum Projekt “Innovation und Mitbestimmung” finden Sie auf der Seite des IMU-Standorts Stuttgart.

AUFTRAGGEBER

KONTAKT

Bettina Seibold, Martin Schwarz-Kocher, Jürgen Dispan (IMU Stuttgart); Ursula Richter (IMU Berlin)
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von März 2008 bis Februar 2009

AUFTRAGGEBER

Hans Böckler Stiftung

PARTNER

Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung

VERÖFFENTLICHUNGEN

Schwarz-Kocher, Martin; Kirner, Eva; Dispan, Jürgen; Jäger, Angela; Richter, Ursula; Seibold, Bettina; Weißfloch, Ute (2011): Interessenvertretungen im Innovationsprozess. Der Einfluss von Mitbestimmung und Beschäftigtenbeteiligung auf betriebliche Innovationen. Edition Sigma, Berlin.

Jobstarter – Ostbrandenburg

JOBSTARTER: Ausbildungsplatz- und Branchenentwicklungspotenziale in Ostbrandenburg

Studie: Analyse, Prognose und Bewertung der berufsspezifischen Ausbildungsplatz- und Branchenentwicklungspotenziale in der Region Ostbrandenburg

PROJEKTINHALT

Aus dem wirtschaftlichen, demographischen, infrastrukturellen und gesellschaftlichen Strukturwandel ergeben sich neue Herausforderungen und Aufgabenstellungen für zukunftsorientierte Strategien der Fachkräftesicherung. Vor diesem Hintergrund hat das IMU-Institut Berlin, beauftragt durch ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, im Rahmen des JOBSTARTER-Projekts des BMBF eine „Analyse, Prognose und Bewertung der berufsspezifischen Ausbildungsplatz- und Branchenentwicklungspotenziale in der Region Ostbrandenburg“ durchgeführt.

Der Fachkräftemarkt in Ostbrandenburg ist von zwei Grundtrends geprägt. Einerseits verringert sich durch Abwanderung und Alterung das Angebot potenzieller Fachkräfte. Andererseits entsteht auch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen, ausgelöst durch steigenden Ersatzbedarf in den Unternehmen sowie durch Ansiedlungserfolge in der Industrie, neuer Fachkräftebedarf. In den kommenden Jahren wird insbesondere die Zahl der verfügbaren gut ausgebildeten Nachwuchskräfte abnehmen, so dass ein rasches Umschlagen des bisherigen Überangebots (in Form arbeitsloser junger Menschen) in ein Unterangebot (in Form verstärkt suchender Betriebe) auf dem Arbeitsmarkt erwartet wird.

Insbesondere die zahlreichen KMU der Region sind strukturell häufig nicht in der Lage einen „Qualifikationsvorrat“ anzulegen. In wenigen Jahren werden sich aber die Handlungsspielräume so verengt haben, dass die Deckung des Auszubildenden- und Fachkräftebedarfs für die Unternehmen dann erheblich teurer, aufwendiger und risikoreicher ist als eine Präventionsstrategie, die möglichst bald einsetzt.

Als Gestaltungsansätze zeichnen sich neben der Intensivierung der dualen Erst- und der betrieblichen Verbundausbildung, die Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung der Betriebe, die Erschließung von Ausbildungs-„Reserven“ sowie die Nutzung einer qualitativ gesicherten, an den Fachkräftebedarfen orientierten und qualifizierten überbetrieblichen Ausbildung ab. Eine langfristige, kontinuierliche und qualifizierte Arbeitswelt- und Berufsorientierung, in der Lehrer, Schulen, Eltern und Wirtschaft gleichermaßen gefordert sind, ist ein weiterer wesentlicher Baustein einer nachhaltigen Strategie zur Fachkräftesicherung. Weiterhin gilt es zielgruppenorientiert Transparenz über Struktur und Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu schaffen sowie den Jugendlichen regionale Entwicklungsperspektiven zu bieten.

Gefördert als JOBSTARTER-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds.

KONTAKT

Gregor Holst
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: gregor.holst@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von Juli 2008 bis November 2008

zukunft.metall

zukunft.metall

Systematische Berufs- und Arbeitsweltorientierung von Schülern, Lehrern und Eltern auf das Branchenkompetenzfeld Metall in der Region Eisenhüttenstadt.

PROJEKTINHALT

Mit der Neuausrichtung der Förderpolitik des Landes Brandenburg auf potenzialträchtige Branchen auch im peripheren ländlichen Raum ergeben sich neue Chancen und Perspektiven gerade für junge Menschen. Wesentliche Voraussetzung dafür ist eine frühzeitige und verstärkte Orientierung von Schülern auf diese Branchen. In Eisenhüttenstadt gibt es erfolgversprechende Ansätze der Orientierung auf das Branchenkompetenzfeld Metall, aber noch keine systematische Arbeitswelt- und Berufsorientierung.

Mit einer praxisnahen Orientierung auf Arbeitswelt und Berufe im Kontext der Chancen und Perspektiven von Wachstumsbranchen wird ein Motivationsschub bei den Schülerinnen und Schülern erzeugt und die Ausbildungsfähigkeit erhöht.

Die Stahl- und Metallindustrie ist für das Land Brandenburg eine zukunftsträchtige Wachstumsbranche. Mit dem Projekt zukunft.metall wurden Schülerinnen und Schüler in Eisenhüttenstadt frühezeitig auf die Möglichkeiten in den dort ansässigen Unternehmen der Metallindustrie aufmerksam gemacht. zukunft.metall stellt für diese Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchssicherung in einem verstärkten Wettbewerb um Fachkräfte in Produktion und Verwaltung sowie in Forschung und Entwicklung dar.

Die Organisationsstruktur von zukunft.metall verdeutlicht dieses Schaubild:

Im Mittelpunkt der Arbeit von zukunft.metall stehen die Module:

  • Praxisnahe Berufsorientierung
  • Berufswahlkompetenz
  • Arbeitsweltorientierung
  • Genderorientierung
  • Studiennachwuchs
  • Berufsorientierungstournee

Die Projektmodule sprechen nicht nur SchülerInnen, sondern auch Eltern, Lehrer, Schulleitungen, Hochschulen und regionale Unternehmen an, um eine umfassende Integration des Berufsorientierungsprozess zu gewährleisten.

zukunft.metall ist ein wichtiger Bestandteil der Branchenstrategien des Landes Brandenburg und ist dort als “good-practice” verankert. Im Rahmen von zukunft.metall konnten während der 2-jährigen Laufzeit verschiedenste Produkte zur Arbeitswelt- und Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler entwickelt und umgesetzt werden. So beispielsweise:

  • Praxisnahe Berufsorientierung mit
    o 500 SchülerInnen und
    o 77 Lehrern aus 4 Schulen
    o 232 Eltern
  • Praxisnahe Arbeitsweltorientierung gemeinsam mit Betriebsräten
  • Girls in Technics
  • Studienorientierung mit „UvO – Uni vor Ort“ und „Kinderuni“
  • Einrichtung eines Dualen Studienganges „Bachelor of Engineering“
  • Berufsfrühorientierung mit dem Projekt „Traumberuf“
  • „Berufsorientierungsprofil 2010“
  • „Innovationsprofil 2010“
  • Ausbildungsatlas Eisenhüttenstadt „Treffsicher in die Zukunft“

Mit zukunft.metall ist eine systematische Kette von Maßnahmen der Berufs- und Arbeitsweltorientierung vom Grundschulkind bis zum Studierwilligen bzw. Studenten entstanden! zukunft.metall hat nach Aussagen der Lehrer zur Weiterentwicklung der Schulen beigetragen, die Berufswahlkompetenz der Schüler deutlich erhöht und deren Persönlichkeitsentwicklung gefördert sowie insbesondere auch die Schüler aus Hartz-IV-Haushalten integriert.

Angesichts dieses Wirkungsgrads wurde von den regionalen Akteuren beschlossen, die Maßnahmen fortzusetzen und zu verbreitern.

Auch im Rahmen der INNOPUNKT 18 – Kampagne wird zukunft.metall vom Brandenburger Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie als good-practice Beispiel herausgeführt.

In Kooperation mit

Umgesetzt im Rahmen der INNOPUNKT 18 Initiative und gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

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KONTAKT

Dr. Gerhard Richter (IMU), Frank Röder (QCW), Walter Krippendorf (IMU), Gregor Holst (IMU)
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-berlin.de

LAUFZEIT

von Februar 2007 bis Dezember 2008

AUFTRAGGEBER

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg.

PARTNER

In Kooperation mit:

  • QualifizierungsCentrum der Wirtschaft (QCW)
  • Kompetenznetzwerk Metallverarbeitung und Umwelttechnik Eisenhüttenstadt e.V. (KoMU)

Partner:

  • ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH
  • Stadt Eisenhüttenstadt
  • Kompetenznetzwerk Metallverarbeitung und Umwelttechnik e.V.
  • IG Metall Verwaltungsstelle Ostbrandenburg
  • IHK Frankfurt (Oder)
  • Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)
  • Regionalbüro für Fachkräftesicherung Frankfurt (Oder)
  • LASA Brandenburg
  • Heinrich-Heine-Oberschule Eisenhüttenstadt
  • Albert-Schweitzer-Gymnasium Eisenhüttenstadt
  • Gesamtschule 3 Eisenhüttenstadt
  • Oberstufenzentrum Gottfried Wilhelm Leibniz Eisenhüttenstadt

DOWNLOAD

Eine Kurzdokumentation steht mit dem Prospekt zukunft.metall hier zum Download bereit

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