Fachkräftesicherung durch Qualifizierung und Gute Arbeit

Betriebsrätenetzwerk Erzgebirge

Personal- und Arbeitsstrategien zur Fachkräftesicherung in der Metall- und Elektroindustrie im Erzgebirge

PROJEKTINHALT

Der Erzgebirgskreis steht – trotz vergleichsweise stabiler Beschäftigungszahlen – vor erheblichen Herausforderungen der Fachkräftesicherung. Die regionale Wirtschaftsstruktur ist geprägt durch eine hohe Dichte an klein- und mittelständischen Unternehmen, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe und im Handwerk. In der Wirtschaftsstruktur des Erzgebirges hat die Industrie eine besonders große Bedeutung.

Die erzgebirgischen, traditionsreichen Kernbranchen befinden sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Der technologische Wandel – als „Transformation“ u.a. durch den Übergang zu Elektromobilität und Dekarbonisierung sowie Digitalisierung und Automatisierung charakterisiert – verändert Produkte, Fertigungstiefen und Zulieferstrukturen grundlegend. Krisenbewältigung, Standortsicherung und -weiterentwicklung sind für die Unternehmen im Erzgebirge akute und ernsthafte Aufgaben.

Dazu bleibt die mittel- und langfristige Fachkräftesicherung eine zentrale strategische Herausforderung. Der demografische Wandel wird das Erwerbspersonenpotenzial weiter deutlich verringern. Ebenso entstehen in der Transformation neue Anforderungen an Qualifikationen und Kompetenzen der Beschäftigten sowie neue Organisationsformen der Arbeit.

Dies hat zur Folge, dass schon heute Unternehmen, Branchen und Regionen intensiv um qualifizierte Beschäftigte konkurrieren. Für Unternehmen bedeutet das:

  • Gewinnung, Bindung und Entwicklung von Fachkräften werden zu zentralen Wettbewerbsfaktoren.
  • Qualifizierung und kontinuierliche Weiterbildung sind entscheidend, um Beschäftigte auf neue Technologien und Prozesse vorzubereiten.
  • Attraktive Arbeitsbedingungen und moderne Arbeitsgestaltung sind Grundvoraussetzungen, um im Wettbewerb um Fach- und Arbeitskräfte zu bestehen.

Wandel und Transformation stellen für Unternehmen aber auch Chancen dar, sich im regional wie betrieblich zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte zukunftsorientiert und attraktiv zu positionieren. Hier setzt unsere Arbeit im Betriebsrätenetzwerk an.

Ziel ist es, Unternehmen und betriebliche Interessenvertretungen darauf vorzubereiten, die mit der Transformation von Wertschöpfungsketten und der Digitalisierung der Industriearbeit einhergehenden Herausforderungen der Fachkräftesicherung zu bewältigen. Unternehmen im Erzgebirge werden dabei unterstützt, aktive Leistungsträger länger und gesund im Unternehmen zu halten und die Arbeit so zu gestalten, dass sie für Einsteiger interessant wird. Ebenso trägt das Projekt dazu bei, die Qualität der Arbeit weiter zu erhöhen, damit „Gute Arbeit“ zu schaffen und die Arbeitgeberattraktivität für die Beschäftigten weiterzuentwickeln.

Der Betriebs- und Praxisbezug bringt dabei die betriebliche und überbetriebliche Ebene in Einklang. Als Alleinstellungsmerkmal ist der beteiligungsorientierte Projektansatz zu werten: Einerseits werden Beschäftigte in die Umsetzung direkt einbezogen, andererseits werden die betrieblichen Interessenvertretungen als bedeutende betriebliche Multiplikatoren adressiert.

Das BR-Netzwerk wird vom DGB Südwestsachsen und den IG Metall Geschäftsstellen in Chemnitz und Zwickau unterstützt.

Diese Maßnahme wurde mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Die Maßnahme wurde von der Fachkräfteallianz Erzgebirge befürwortet und von der Stiftung Neue Länder kofinanziert.

Förderung bis Februar 2025.

KONTAKT

Gregor Holst, Dr. Oliver Thünken
Tel.: +49 (0) 30 2936970
E-Mail: imu-institut@imu-sachsen.de

LAUFZEIT

kontinuierlich

letzter Förderzeitraum:
Juli 2023 bis Februar 2025

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

07. Mai 2026
Rittersgrün

Tagesseminar gem. § 37.6 BetrVG
Gemeinsam statt nebeneinander: Stimmungslagen in der Belegschaft verstehen und den Zusammenhalt stärken

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MATERIALIEN

Der Transfer betrieblich erfolgreich umgesetzter Lösungen der Fachkräftesicherung ist ein wesentlicher Bestandteil der Netzwerkarbeit. Ein Beispiel, wie Fachkräftesicherung durch Gute Arbeit mit Unterstützung dieses Projekts gelingen kann, ist hier aufbereitet:

Film zur Konferenz "Unsere Arbeit. Unsere Zukunft." Betriebsrätenetzwerke im Dialog

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